Sammlung / Archiv

Eine umfangreiche Sammlung an anonymen, privaten Fotografien, Dias und Fotoalben bildet den Ausgangspunkt des FOTOTHEK Projekts, ist Fundus, Inspirations- und Materialquelle zugleich.

Vergessene Privatfotografien? Die Bilder stammen von Flohmärkten, aus dem Sperrmüll oder von der Internetplattform ebay. Die Sammlung wird mittlerweile auch durch eine Vielzahl von Bild-Spenden erweitert.

Der ursprüngliche Zusammenhang dieser Bilder ist gebrochen, sie sind herausgefallen aus dem einstigen Kontext, für den sie bestimmt waren. Ihre individuelle Funktion und ihr Wert als Erinnerungsträger scheinen verloren. Genau hier, in der Anonymität des Materials, setzt die Chance für etwas Neues an. Der fremde Blick eröffnet einen unendlichen Bedeutungsspielraum, einen offenen Resonanzraum, der zugleich Fragen nach dem Wert solch inflationär banaler Bilder und dem Umgang damit stellt.

Die FOTOTHEK praktiziert eine Art Bilderrecycling, ganz im Sinne des Wortes: Aufbereitung und Wiederverwendung. Auch wenn das private Bildmaterial nicht mit der Intention einer Öffentlichkeit gemacht worden ist, ist gerade der verbindende Erfahrungs- und Erlebniswert, im Sinne des visuellen und haptischen Erlebens, ein wesentliches Prinzip der FOTOTHEK.

Mit verschiedenen Herangehensweisen versucht das FOTOTHEK Projekt immer wieder neue Perspektiven auszuloten und eine Sensibilisierung wie auch ein neues Bewusstsein für das Material zu erzeugen.