ich sehe was…

Eine inszenierte Stadt(teil)erkundung durch Jena-Lobeda

Mai/ Juni 2019

Kaum ein Stadtteil prägt das Außenbild von Jena so sehr wie Neulobeda: Direkt an der Autobahn gelegen, hinterlassen große Wohnblöcke ein eindrucksvolles Bild. Zu DDR-Zeiten ein begehrtes Wohnviertel, hat sich das Plattenbaugebiet nach den Umbrüchen in den Wendejahren zum Vorzeigeprojekt für den Stadtumbau Ost gemausert. Zwischen Alt und Neu, zwischen Ost und West manövriert der Schauspieler Markus Fennert durch Sichtweisen, Vorurteile, Gegensätze und Visionen Neulobedas. Vorbei an einsamen Nashörnern und verschwundenen Wandbildern wandeln die Zuschauer*innen zwischen den Zeiten, nehmen blockweise alle Höhen und Tiefen, treffen auf Ureinwohner im Schatten der chinesischen Mauer und finden ein Paradies. Mit verblüffenden Sichtachsen und überraschenden Seitenwechseln wird der Stadtteil selbst zur Bühne für eine ungewöhnliche Reise, die Gewohntes, Übersehenes und Unterschätztes zeigt – eine Erfahrung, die neue Bilder schafft und bleibt, wenn man Neulobeda denkt.

Konzept, Recherche & Regie: Anke Heelemann

Performance: Markus Fennert

Ein Projekt der Freien Bühne Jena e.V.  im Rahmen von 72 Hours of urban Action