–einfall, es ereignet sich augenblicklich

Interaktive Rauminstallation

26.11. bis 22.12.2010  betahaus berlin

Die Installation untersucht das Potential von unbeabsichtigten Lichtflecken. Im Fokus standen Privatfotografien mit sogenannten Lichtfehlern, die, wohl im privaten Kontext eher als misslungene Aufnahmen eingestuft, dennoch aufbewahrt wurden. Es sind flüchtige Spuren des Lichts, die weiße Leerstellen auf dem Bild verursachen – zugleich aber auch offene Stellen, die Raum für Spekulation und Eigenbilder bieten. Die mehrteilige Rauminstallation lud zur realen und imaginären Projektion auf verschiedenen Ebenen ein. Das Publikum war aufgefordert, die bereits an den Wänden befindlichen Fotoprints mit Hilfe von auf Overheadprojektoren liegenden weiteren Lichtfehler-Bildern zu ergänzen. Erst dadurch entstand die eigentliche Ausstellung als eine lebendige Erzählung: Der Beobachter ergänzte, projizierte und imaginierte – er füllte die Leerstellen und bildete neue Bildwelten durch das Experimentieren mit Bildfehlern – ganz analog – und wurde somit selbst Teil dieser interaktiven Raumsituation.

Zur Eröffnung der Ausstellung fand eine Lesung zum »richtigen« Umgang mit Licht aus verschiedenen Amateurfotoratgebern der 50er und 60er Jahre statt. Grischa Meyer (Dozent an der Ostkreuzschule für Fotografie und Vorstandsmitglied vom Museum der Dinge, Berlin) präsentierte die Auswahl.