Zwischen den Zeiten – Auf Streifzug durch ein neues altes Quartier

Inszenierte Stadtführung

Zum Bauhaus-Jubiläum erfindet sich Weimar wieder einmal neu: Das Viertel rund um das gerade entstehende neue Bauhaus-Museum soll künftig den Namen »Quartier Weimarer Moderne« tragen. Weimar, so legt die Namensgebung nahe, hat eben mehr zu bieten als nur Goethe und Schiller. Tatsächlich liegen in dem alten Viertel mit dem neuen Namen Licht und Schatten der Moderne dicht beieinander. Zahlreiche Bauwerke legen davon Zeugnis ab, wie das noch im Kaiserreich erbaute Neue Museum, das monumentale »Gauforum « der Nationalsozialisten und der nicht minder monumentale, als Studentenwohnheim errichtete »Jakobsplan« aus der Zeit der DDR.

Mit Bauhelm, Fernrohr, Kreide, Campingstuhl und jeder Menge bislang unerzählter Geschichten jongliert der Schauspieler Markus Fennert über 150 Jahre Zeitgeschichte und manövriert die Zuschauer*innen durch Abgründe, Hintergründe, Sichtweisen, Erwartungen und Visionen des vergangenen Jahrhunderts. Im Spannungsfeld zwischen damals und heute, zwischen persönlichen Geschichten und historischen Ereignissen ermöglicht dieser Stadtrundgang einen ungewöhnlichen Blick auf ein Areal voller Widersprüche. Mit verblüffenden Ein- und Aussichten, überraschenden Sichtachsen und Seitenwechseln wird das neue alte Quartier zur Bühne für eine eindrückliche Zeitreise.

Mit »Zwischen den Zeiten« laden die Weimarer Künstlerin Anke Heelemann und Markus Fennert nach »500 Meter Weimar« (2016) und »Ein Gespenst geht um…« (2017) bereits zum dritten Mal zu einer ebenso eigenwilligen wie unterhaltsamen Entdeckungsreise durch ein Weimarer Stadtviertel ein, das wir zu kennen glauben.

 

Eine Koproduktion von Kunstfest Weimar und FOTOTHEK

Konzept und Regie: Anke Heelemann mit Markus Fennert

Nicht genug?
Und wieder ein schöner Artikel von Claus Bach im Rahmen seiner Bildarchiv-Kolumne!