Die FOTOTHEK muss ihr Fachgeschäft in Weimar bis Ende April schließen und räumen. Nach 10 Jahren. Das Haus in der Karl Liebknecht Straße wird schlussendlich doch saniert und ist bereits verhüllt. Die Baumaßnahmen sind im vollem Gange.
In welcher Form die FOTOTHEK sich neu verortet, und vorallem wo, muss ich an dieser Stelle offen lassen. Keine Sorge, wie auch immer sich die Dinge entwickeln werden, das FOTOTHEK Projekt geht weiter – das ist sicher. In Kürze mehr (…) wie und wo die geplante Jubiläumsaktion im Rahmen der Museumsnacht 2016 stattfinden wird, wird noch bekanntgegeben.
Mit großer Freude darf ich Volker Gerling ankündigen. Er kommt mit seiner wunderbaren Bühnenshow „Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“ für eine Abendvorstellung nach Weimar. Schon zweimal bereicherte er den damaligen FOTOTHEK Reigen im Fachgeschäft in der Karl-Liebknecht-Straße.
Volker Gerling ist 5.000 Kilometer durch Deutschland gewandert und dokumentiert mit seiner Kamera die Begegnungen in Form fotografischer Daumenkinos.
Auf der Bühne erzählt er von diesen großen, kleinen, ernsten und skurrilen Zufallstreffen und lässt seine Protagonisten auf großer Leinwand für einen Moment lebendig werden. Gerlings magische Porträtstudien sind eine leichtfüßige und zugleich tiefsinnige Reflexion über die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung.
Das Stück „Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“ wurde auf Theaterfestivals in 30 Ländern auf vier Kontinenten eingeladen und erhielt bei dem Fringe Theaterfestival Edinburgh 2015 den renommierten Total Theatre Award.
Zu sehen sind neben Gerlings neuesten Daumenkinos auch Daumenkinos seiner früheren Wanderschaften.
Auf einen poetischen, sinnlichen Abend mit bewegten Bildern!
Eine gemeinsame Veranstaltung von mon ami Weimar und der FOTOTHEK.
Tickets: VVK 12€ / 8€ im Online-Kartenvorverkauf des mon ami, in der Tourist Info Weimar sowie an der Abendkasse 15€ / 10€
getextet von Ein daumenkinographischer Abend von und mit Volker Gerling
№ Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt – Ein daumenkinographischer Abend von und mit Volker Gerling
Für das kommende Festival OSTEN im Juni 2024 wird die FOTOTHEK ein Archiv aus Privatfotografien über die Stadt und ihre Menschen aufbauen.
Ob Aufnahmen von Familienfeiern, Alltagsszenen oder Ausflüge – alle privaten Fotos, Dias, Fotoalben, die einen Bezug zu Bitterfeld-Wolfen haben, sind willkommen und können hier abgegeben werden.
Welches Bild zeichnen private Fotografien vom Leben und von den Umbrüchen in Bitterfeld-Wolfen? Wie sehen Bitterfeld und Wolfen in den Fotoalben der Menschen aus, die hier leben? Welche Orte, welche Begegnungen und Momente sind festgehalten? Und welches Bild zeichnen diese Fotografien vom Leben, von den Umbrüchen in der Stadt? Auf der Suche nach persönlichen Blickwinkeln auf die Geschichte der Stadt Bitterfeld-Wolfen werden private Fotos und Geschichten, die den Alltag und das Leben zeigen, gesammelt.
Ziel ist es, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eine gemeinsame Erzählung entstehen zu lassen, die eine etwas andere (Wieder-)Begegnung mit der Vergangenheit – der eigenen, der anderen, der fremden, ermöglicht.
getextet von
№ Festival OSTEN x FOTOTHEK / Das große Sammeln geht weiter!
„Das Entscheidenste aber ist der Zauber der Farben selbst! Die Welt um uns durch ein einfaches ‚Klick‘ so naturgetreu im Bilde festhalten zu können, wie sie unser Auge sieht – ist das nicht etwas Wunderbares?“ (Auszug ORWO Werbeheft für Farbfilme, 1966)
Um das teure Fotografieren auch für Freizeit-Fotograf:innen attraktiv zu machen, haben sich die Werbe-Expert:innen von Agfa und später der DDR-Marke ORWO einiges einfallen lassen. Mit Werbeflyern, Broschüren und Fotoblättern wurden den Fotofreunden:innen technische Neuheiten und fotografische Tipps vermittelt, um sie weiter für das Fotografieren zu begeistern und dem analogen Film zu Absatz zu verhelfen. Die Hefte und Zeitschriften erzählen von der Faszination für den Film und das Foto. Sie lassen aber auch einen Blick auf das damalige Bild der Gesellschaft von Agfa und später ORWO werfen und regen zugleich an, über unseren heutigen Umgang mit Bildern, nachzudenken. In Recherchen im Archiv des Film- und Industriemuseums Wolfen widmet sich die Künstlerin Anke Heelemann dieser Literatur und trägt poetische Werbesprüche, gewagte Vergleiche oder heute eher befremdliche Beschreibungen aus den Heften zusammen. Ihre Fundstücke werden von dem Schauspieler Christoph Heckel in Bild und Ton präsentiert.
In der ACC-Galerie in Weimar eröffnet am kommenden Samstag, 3. Dezember, um 20.00 Uhr die Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück. Die späte DDR in der Fotografie“, kuratiert von Annett Jahn und Ulrike Mönnig. Meine herzlichste Einladung und Empfehlung! Die FOTOTHEK durfte auch einen kleinen Beitrag leisten!
Die Ausstellung läuft bis zum 12. Februar 2023. Hinzu kommt auch ein spannendendes Begleitprogramm. Eine Filmreihe wird die visuelle Kultur der späten DDR auch im Dokumentar- und Spielfilm reflektieren lassen. Hier ist das Programm zu finden. Am 28./29. Januar 2023 gibt es ein Symposion „Geschichte(n) aus dem Archiv“. Mehr Infos dazu in Kürze! Ein Wiedersehen ist garaniert.
getextet von Ausstellung ACC Galerie Weimar
№ An den Rändern taumelt das Glück. Die späte DDR in der Fotografie
An dem Wochenende findet auch der Tag des offenen Ateliers in Weimar statt. Hier öffnet erstmalig das neue Atelier der FOTOTHEK in der Erfurter Straße seine Pforten für die Öffentlichkeit. Herzlich willkommen! Die offizielle Einweihung folgt dann im Oktober und wird nochmal gesondert angekündigt! Das Atelier ist in der Erfurter Straße 33a, 99423 Weimar zu finden, das Hinterhaus direkt neben dem Einkaufsmarkt Edeka.